Unsere Partnermusikschule St.Petersburg

Für die schönsten Dinge im Leben ist ja meistens der Zufall verantwortlich. Die Partnerschaft mit der Musikschule Nr. 2 in St. Petersburg entstand durch den glücklichen Umstand, dass Tatjana eine ehemalige Schülerinnen ein Jahr in St. Petersburg verbrachte und dort nicht nur zur Schule ging, sondern auch das Glück hatte an einer Musikschule ihren Unterricht in Violine und Oboe fortsetzen zu können.

So fragte uns eines Tages die Mutter von Tatjana, Frau Dr. Reisser-Zimre, die inzwischen einen guten Kontakt mit Kim Petrovic dem damaligen Leiter der Musikschule Nr.2 in St. Petersburg hatte, ob wir eventuell an einem Austausch interessiert wären.

Obwohl wir uns damals noch überhaupt nicht vorstellen konnten, wie sich so etwas ernsthaft arrangieren lassen könnte, sagten wir kurz entschlossen zu.

Den Gedanken "das klappt doch sowie nie!" wurde man in dieser Zeit allerdings nie wirklich los.

Es folgte ein Briefwechsel in dem erste Kontaktmöglichkeiten ausgelotet wurden. Man verständigte sich auf einen ersten Besuch der St. Petersburger in Lindau, die dann unserer Einladung im November 2003 auch tatsächlich Folge leisteten. Eine Woche lang war die aus acht Personen bestehenden Gruppe in Lindau zu Gast.

Privat untergebracht bei Familien, unternahm man zahlreiche Ausflüge in die Umgebung und tauschte sich über die doch sehr unterschiedlichen Schulsysteme aus.

Krönender Abschluss dieser Woche war dann ein Gemeinschaftskonzert mit unserem  Jugendkammerorchester und Solisten beider Musikschulen. Unsere russischen Freunde fanden besonders an unsere intensive Ensemblearbeit Gefallen, die für russische Verhältnisse, mit einer ausgeprägten Tendenz zur solistischen Ausbildung, sehr ungewöhnlich war.

Noch in derselben Woche erfolgte die Gegeneinladung für unser Jugendkammerorchester im Mai 2004 nach St. Petersburg.

Die Planung war, auch dort ein gemeinsames Orchesterkonzert zu veranstalten. Das Orchester sollte sich je zur Hälfte aus St. Petersburger und unserem Orchester zusammensetzen. Also schickten wir alsbald das Notenmaterial nach St. Petersburg und organisierten die Reise für ca. 32 Personen.

Ein Bericht über die Organisation von Flug, Visum und Unterkunft und letztendlich den Aufenthalt in St. Petersburg würde die Darstellungsmöglichkeiten auf dieser Seite sprengen.

Deshalb kurz:
"Es war ein richtiges Abenteuer und ein unvergessliches Erlebnis!" (siehe Bilder!)

Mitte April 2005 dann schon wieder ein erneuter einwöchiger Besuch einer 10-köpfigen Delegation mit Schülern und Lehrkräften aus St. Petersburg. Diesesmal galt der Schwerpunkt des Besuchs der Klavierpädagogik, eine absolute Domaine an russischen Musikschulen.

Die Demonstrationen der russischen Klavierkinder waren entsprechend beindruckend - und dies nicht einmal so sehr in technischer Hinsicht sondern im musikalischen Ausdrucksvermögen, der Hingabe zur Musik und einer sehr differenzierten und detaillierten Anschlagskultur.

Was ist der deutschen Instrumentalpädagogik mit ihren "30-Minuten-Sparunterrichtseinheiten" in den letzten zwei Jahrzehnten alles verloren gegangen!!!

Auch dieser Besuch wurde mit einem gemeinsam gestalteten Konzert abgeschlossen.

Anfang November 2005 luden wir Elena Gorelschenko, eine sehr erfahrene Klavierlehrerin an der St. Petersburger Musikschule zu uns nach Lindau zu einem einwöchigen Klavierseminar für unser Klavierkollegium ein.

Sehen Sie hier einige >> Bilder von unserem Besuch in St. Petersburg