Das Akkordeon...

ist von Rußland über Europa bis nach Südamerika ein fester Bestandteil der unterschiedlichsten Kulturen und Musiktraditionen. Seine Klangerzeugung basiert auf einer ähnlichen Technik wie beim Harmonium. Die Töne entstehen entstehen nämlich mittels sogenannter durchschlagender Zungen. Christian Friedrich Buschmann erfand 1822 ein Instrument, das sich das Tonerzeugungsprinzip des Harmoniums zunutze machte. 1829 wurde dieses Instrument von Cyrillus Demian zum sogenannten "Wiener Modell" der Ziehharmonika weiterentwickelt.

Das Akkordeon besteht aus einem Blasebalg, vom Prinzip her der Kirchenorgel vergleichbar, der die Luft auf metallene Tonlamellen und diese damit in Schwingung versetzt. Wie bei einer Kirchenorgel oder einem Harmonium gibt es auch beim Akkordeon Register die zu- oder abgeschaltet werden können. Der Blasebalg wird auf beiden Seiten von länglichen Gehäusen eingerahmt, in denen die Tonerzeuger untergebracht und auf denen sich die Tasten oder Knöpfe zum Spielen befinden.

Auf der einen Seite befinden sich die Basstöne auf der anderen die Diskant- oder Melodietöne. Das Instrument existiert in den unterschiedlichsten Bautypen. Es gibt das Knopfakkordeon, das auf beiden Seiten mehrere Reihen von Knöpfen aufweist. Beim Klavier- oder Tastenakkordeon sind auf der Baßseite Knöpfe und auf der Melodieseite Tasten wie beim Klavier angebracht. Das Akkordeon ist auf der einen Seite ein weit verbreitetes Instrument der volkstümlichen Musik. Daneben existiert eine Fülle an anspruchsvoller Kunstmusik.

Das Akkordeon nimmt unter den Instrumenten, für die heutige Komponisten schreiben, einen immer gewichtigeren Platz ein. Ab etwa 7 Jahren können Kinder mit dem Akkordeonspiel beginnen. Für junge Schüler gibt es kleine Instrumente. Anfänger und Fortgeschrittene finden schnell Anschluß in einem Akkordeonspielkreis oder im Akkordeonorchester.