Das Fagott...

...vertritt in der Reihe der Doppelrohrblattinstrumente das Bassregister. 

Es hat wie die Oboe Vorfahren, die heutzutage fast nur noch von historischem Interesse sind.  

So gab es unter anderem einen 3 m langen Großbasspommer, der die Basslage übernahm. Bereits im 16. Jahrhundert kam man auf die Idee, das lange, unhandliche Instrument zu biegen. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts wird das Fagott im Orchester gespielt. Nach und nach wurde das Klappensystem verbessert.  

Im 19. Jahrhundert bekam das Fagott seine heutige Gestalt, insbesondere dank der Entwicklungen des Kölner Instrumentenbauer Carl Almenräder (1786-1843).

In Frankreich wurde parallel dazu von Louis-Auguste Buffet, der schon für die Entwicklung der Oboe maßgebend war, ein anderes Fagottmodell geschaffen. Das Fagott hat seinen Namen aufgrund seiner Bauweise. Es besteht im wesentlichen aus zwei durch ein gekrümmtes Metallrohr verbundene hölzerne Rohre. Diese gebündelten Rohre werden italienisch "fagotto" (=Bündel) genannt.

Das Fagott gehört zu den Holzblasinstrumenten und wird ähnlich der Oboe mit einem Doppelrohrblatt angeblasen. Es wird meistens aus Ahorn hergestellt. Als Besonderheit existiert auch ein Kontrafagott, das 1 Oktave tiefer klingt als das normale Instrument. In jedem Sinfonie- oder Blasorchester werden Fagotte gespielt. Auch in vielen kleineren Ensembles wie z.B. dem Bläserquintett ist das Fagott ein wichtiges Instrument. Es ist sehr flexibel im Ausdruck, bisweilen wird es für besonders heitere musikalische Effekte eingesetzt.  

In Prokofjews Musikstück "Peter und der Wolf" übernimmt es die Rolle des Großvaters.

Fagottspieler haben immer viele Möglichkeiten, sich musikalisch zu betätigen. Kinder lernen am Anfang auf speziellen Kinderfagotten. So können sie trotz der Größe des Instrumentes schon relativ früh mit dem Unterricht beginnen (ab ca. 8-9 Jahren).